Heimtierdiplom

46. Woche - Wasserpflanzen




Funktionen der Wasserpflanzen:
Neben einer dekorativen Funktion erfüllen Wasserpflanzen sehr praktische Aufgaben wie
- Versteckmöglichkeiten für die Fische
- Abbau von Schadstoffen
- Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff.

Bei der dekorativen Funktion ist anzumerken, dass diese rein den ästhetischen Vorstellungen des Aquarianers entspricht und so in freier Natur nicht vorkommen kann, da die Pflanzen, die hier auf kleinem Raum vereint werden, in der Regel völlig verschiedenen Lebensräumen entstammen. Auf gewisse Grundregeln einer Aquarienbepflanzung soll hier nur hingewiesen werden, da allein dieses Thema den verfügbaren Platz überschreiten würde.

Wer die im Fachhandel angebotene Vielfalt an Pflanzen gesehen hat, wird nicht glauben, dass es tatsächlich nur wenige echte Wasserpflanzen gibt. Überwiegend handelt es sich um Sumpfpflanzen, die eigentlich nur ihre Wurzeln im Wasser haben, aber unter günstigen Bedingungen ganz oder zeitweilig ein Leben unter Wasser tolerieren. Sie streben in ihrem Wuchs zur Wasseroberfläche und, so sie nicht gehindert werden, auch darüber hinaus. Zeitweilig bedeutet, dass der Pflanze in Abständen Gelegenheit gegeben wird, wie eine Sumpfpflanze zu leben. Am Beispiel des Kalmus verdeutlicht, bedeutet dieses zyklisch drei bis vier Wochen im Aquarium und eine Woche nur das Wurzelwerk im Wasser.

Damit Wasserpflanzen ein kräftiges Wurzelwerk entwickeln können, sollte die Höhe des Bodengrundes min. 6cm betragen, eine Höhe, die selten erreicht wird. Der Bodengrund wird in Schichten eingebracht. Die Nährstoffschicht (Substrat) ist die erste und somit unterste. Vor dem Einsetzen der Wasserpflanzen sollte das Wurzelwerk eingekürzt und von nicht weißen Wurzeln befreit werden, da sonst sofort Faulstellen im Bodengrund entstehen (Pflanztechnik bitte nachlesen oder erfragen).

Wer ein Aquarium einrichtet, muß sich bewusst sein, dass es sich dabei um ein sehr komplexes System handelt, im dem viele Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bestehen, auf die hier nur aufzählungsweise hingewiesen werden kann als Anstoß zur weiteren Beschäftigung.

Beziehung Fisch zu Pflanze: Wer afrikanische Buntbarsche pflegen will, nimmt in der Regel Fische in sein Aquarium, die ständig den Bodengrund umschaufeln (Wühler). Nur wenige Arten an Wasserpflanzen lassen sich eine ständige Entwurzelung gefallen.

Fische tolerieren nur einen bestimmten Temperaturbereich, eine bestimmte Wasserhärte und einen bestimmten ph-Wert. Mit Wasserpflanzen verhält es sich genau so. Das heißt, Fische und Pflanzen müssen im gleichen Bereich liegen, also aufeinander abgestimmt sein.

Licht und Pflanze: Um die Photosynthese in Gang zu setzen, benötigen die Pflanzen Licht in bevorzugten Wellenlängen. Da die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, entscheidet die Aquarienhöhe, ob die den Boden bedeckenden Pflanzen noch ausreichend Licht erhalten oder nicht bzw. welche Lichtquellen eingesetzt werden müssen. Fische verbrauchen Sauerstoff. Die Pflanzen produzieren diesen bei der Photosynthese. Fische produzieren CO2, Ammoniak, Nitrit - Wasserpflanzen nehmen diese Stoffe auf und entgiften damit das Wasser.

Zu geeigneten Leuchtstoffröhrenkombinationen informieren Sie sich bitte im Fachhandel.

142) Welche Höhe sollte die Bodenschicht mindestens haben?
a) 1cm
b) 6cm
c) 10cm

143) Wasserpflanzen haben
a) keine Funktion
b) eine biologische Funktion
c) eine dekorative Funktion

144) Durch die Photosynthese wird
a) Sauerstoff
b) Kohlendioxyd
c) Stickstoff freigesetzt.



Stand 21.10.2005