Heimtierdiplom

44. Woche - Rochen




Die Rochen gehören wohl mit zu den faszinierendsten Tieren, die die Natur
hervorgebracht hat. Mit ihrem tellerförmigen Äußeren gleiten sie durch das Wasser,
dass man meinen könnte sie fliegen.
Rochen und Haie gehören der gleichen Familie an, obwohl sie sich äußerlich kaum
ähneln. Die gefährlichste Waffe der Rochen ist deren Giftstachel, welcher etwa alle
6 bis 12 Monate abgeworfen und durch einen neuen ersetzt wird. Die überwiegende
Mehrheit ernährt sich fleischfressend von einer gelegentlichen Aufnahme
pflanzlicher Nahrung abgesehen.
Der größte und bekannteste Vertreter der Rochen ist der Manta, auch
Teufelsrochen genannt, mit einem Durchmesser von über 6m. Er lebt im Südpazifik
auf offener See und ernährt sich von Plankton. Süßwasserrochen kommen
ausschließlich in Südamerika vor, wobei das Verbreitungsgebiet einzelner Arten
sehr weitläufig oder eng begrenzt sein kann.
Die ersten Vertreter der Süßwasserrochen sind bereits vor 15 Mio. Jahren
entstanden. Durch die Kontinentalverschiebung wurde der Zufluss des Amazonas
zum Pazifik durch die Anden versperrt und somit mussten sich die Rochen an den
neuen Lebensraum anpassen. Auch die Süßwasserrochen ernähren sich trotz
imposanter Größe von kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Schwebeteilchen
aber auch von Garnelen, Muscheln und Schnecken. Immerhin können sie eine
Größe von 25 cm (Leopold Stachelrochen) bis zu 250 cm (Indo-Australischer
Tüpfelrochen) Durchmesser erlangen. Allesamt sind sehr ängstlich und
friedliebend, nur bei drohender Gefahr kann es zu Verletzungen kommen. In freier
Wildbahn leben einige Arten in lose zusammengeschlossen Gruppen, andere
wiederum sind Einzelgänger.

Haltung:
Rochen schwimmen selten frei im Wasser. Da es zu ihren Eigenarten gehört, sich
flach in den Boden einzuwühlen, muß der Bodengrund aus feinem Sand und nicht
aus Kies bestehen. Auch an das Aquarium wird von den Maßen her ein anderer
Anspruch gestellt. Sie müssen genügend breit und tief sein. Höhen von 25 bis
30cm sind hingegen völlig ausreichend. Rochen durchsuchen den Bodengrund
nach Futter, indem sie diesen mit einem Wasserstrahl aufwirbeln und über das
Maul einsaugen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Zierfischen ist zwar
möglich aber nicht unbedingt empfehlenswert, weil entweder nicht hinreichend
Futter den Boden erreicht oder die anderen Fische überfüttert werden. Auch
können kleinere Fische zu Futterfischen werden. Aber auch der Rochen kann
gefährdet sein z.B. durch Antennenwelse, die durch das Abraspeln der Haut,
insbesondere auf dem Rücken der Fische, Verletzungen verursachen.
Durch das Verhalten der Rochen bedingt sind auch einige erforderliche
technische Anlagen anders im Aquarium unterzubringen wie Heizer, Filteranlagen
und Einbauten, die entweder die Rochen gefährden oder von diesen zerstört
werden könnten. Insofern sind Rochen mit Sicherheit keine Anfängerfische.

Nahrung:
Insekten, Insektenlarven, Fische, Garnelen, Schnecken, Muscheln ohne Schale
Ersatzweise kann in geringen Mengen auch klein geschnittenes Rind- oder
Schweinefleisch zugefüttert werden.

145) Die gefährlichste Waffe des Rochen ist
a) das Maul
b) der Stachel
c) die Schwanzflosse

146) Welchen Bodengrund benötigen Rochen?
a) feinen Sand
b) groben Kies
c) keinen

147) Der größte Vertreter der Rochen nennt sich
a) Manti
b) Mantei
c) Manta



Stand 19.11.2005