Die Geburtsstunde der Prachtfinken liegt etwa 130 Millionen Jahre zurück. Heute
existieren 128 Arten, die sich den Globus weitestgehend erobert haben von absolut
unwirtlichen Gegenden jenseits der gemäßigten Zonen abgesehen. Die große
Mehrheit hat es jedoch vorgezogen, sich in den wärmeren Gefilden niederzulassen.
Eine gebräuchliche Einteilung der Prachtfinken erfolgt nach der Schnabelform.
Dünnschnäblige Arten werden unter dem Begriff Astrilden und dickschnäblige Arten
als Amadinen zusammengefasst, wobei in den weiteren Ausführungen diese
Trennung nicht beibehalten wird, sondern für beide nur allgemein gültige Aussagen
getroffen werden.
In freier Natur leben Prachtfinken in kleinen Gruppen. Da sie ohne diese sozialen
Bindungen nicht auskommen, scheidet eine Einzelhaltung aus, da
Verhaltensstörungen bis hin zu Erkrankungen unausweichliche Folgen wären.
Zumindest eine paarweise Haltung ist deshalb zu fordern. Andererseits ist zu
beachten, dass einige Arten zur Brutzeit recht unverträglich werden können, was
durchaus nicht nur auf eigene Artgenossen beschränkt sein muß.
Prachtfinken erreichen ein Durchschnittsalter von 6 bis 8 Jahren.
Haltung:
Prachtfinken haben einen hohen Bewegungsdrang, was einen Käfig besonderer
Größe erfordert. Die Höhe des Käfigs spielt dabei eine geringere Rolle, die Länge
des Käfigs dafür desto mehr. Soweit jedoch irgend möglich, sollte auf eine
Käfighaltung verzichtet und eine Volierenhaltung (auch als Zimmervoliere möglich)
angestrebt werden. Prachtfinken werden ohnehin nicht handzahm. Ist eine
Käfighaltung unumgänglich, sollte neben der bereits erwähnten Größe darauf
geachtet werden, dass nur die tragenden Streben vertikal verlaufen, das Gitter an
sich jedoch horizontale Streben hat, damit die Vögel Halt finden und nicht an den
Streben abrutschen.
Prachtfinken benötigen eine relativ lange Tagphase von 12 bis 14 Stunden.
Hintergrund ist, dass die Tiere einen hohen Stoffwechsel haben und sonst nicht
genug Nahrung aufnehmen können. Ein schlagartiges Verlöschen der Beleuchtung
kann zur Folge haben, dass die Vögel nicht mehr dazu kommen, ihren Schafplatz
oder ihr Nest aufzusuchen. Die Beleuchtung sollte deshalb allmählich abnehmen,
so dass innerhalb von 30 Minuten die Nachtphase erreicht wird, was technisch
realisierbar ist. Einfacher geht's, wenn man die 30 Minuten eine "Notbeleuchtung"
von wenigen Watt einschaltet. Der Dämmerungseffekt veranlasst die Vögel auch
ihre Schlafplätze einzunehmen.
Der bevorzugte Temperaturbereich ist artweise unterschiedlich und liegt vom
Ursprungsgebiet abhängig zwischen 18 und 30°C.
Nahrung:
Die natürliche Nahrung der Finken sind die Samen von Gräsern. Hirse wird als
"Ersatzfutter" problemlos angenommen. An Zusatzfutter wird Grünfutter täglich
frisch angeboten. Auch angekeimte Samen werden gerne angenommen.
Prachtfinken benötigen neben pflanzlicher Nahrung jedoch auch tierische. Hart
gekochte Eier erfüllen dieses gut.
127) Prachtfinken leben
a) als Einzelgänger
b) in geselligen Gruppen
c) als Paare
128) Wie lang soll die Tagphase für Prachtfinken sein?
a) 8 - 10 Stunden
b) 10 - 12 Stunden
c) 12 - 14 Stunden
129) Die natürliche Nahrung der Prachtfinken sind
a) die Samen von Gräsern
b) die Wurzeln von Sträuchern
c) die Blätter der Bäume
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