Welse sind in großen Teilen der Erde zu finden, so auch in unseren heimischen
Gewässern. Es gibt etwa 2500 Arten. Die aquaristisch relevanten begrenzen sich
jedoch auf Südamerika, Afrika und Südostasien.
|
Familie der
|
Südamerika
|
Afrika
|
Südostasien
|
|
Delphinwelse
|
X
|
|
|
|
Trugdornwelse
|
X
|
|
|
|
Schwielen- & Panzerwelse
|
X
|
|
|
|
Antennenwelse
|
X
|
|
|
|
Schilder- & Harnischwelse
|
X
|
X
|
|
|
Quappenwelse
|
|
X
|
|
|
Stachelselse
|
|
X
|
|
|
Kiemenwelse
|
|
X
|
|
|
Glaswelse
|
|
X
|
|
|
echte Glaswelse
|
|
X
|
X
|
|
Gebirgswelse
|
|
|
X
|
Nur wenige Arten schwimmen wirklich frei im Wasser wie der rückenschwimmende
Kongowels. Die Körperform ist dem Leben am Boden angepasst, wobei die
Bauchseite abgeplattet ist. Manche Arten leben in Tümpeln, können kurze
Strecken über Land wandern (feuchte Umgebung vorausgesetzt) und sind in
der Lage atmosphärische Luft aufzunehmen, diesen in einen speziellen
Darmabschnitt zu pressen und hier für die Sauerstoffaufnahme zu verwerten. Die
Restluft wird über den Darm abgegeben. Andere Welsarten realisieren den gleichen
Vorgang mit einem Kiemensack. Nehmen die Welse unter Aquarienbedingungen
öfter an der Oberfläche Luft auf, sollte dieses als Hinweiszeichen darauf gewertet
werden, dass die Wasserqualität nicht den Sollwerten entspricht.
Der Temperaturbereich in dem Welse leben können ist art- und herkunftsabhängig.
In Gebirgsbächen lebende Welse halten Temperaturen auch wenige Grade über
dem Gefrierpunkt aus. Andere halten vorübergehend Temperaturen bis 34°C aus.
Es ist also sehr sinnvoll, sich über die Lebensbedingungen der Art zu informieren,
die man pflegen möchte.
Welse, insbesondere die Panzerwelsarten, gehören mit zu den ältesten
Aquarienfischen. Oft wurden sie als Resteverwerter betrachtet, die den Bodengrund
sauber halten und sehr anspruchslos sind. Diese Bewertung der Welse ist falsch.
Einige Arten leben in freier Natur nicht als Einzelgänger sondern in Trupps. Auch
unter Aquarienbedingungen sollten sie so gehalten werden. Mit Welsen besetzte
Aquarien sollten einen Bodengrund mit feinkörnigem Kies ( Körnung 2-4) oder
Flusssand aufweisen. Gefüttert wird im sandigen Bereich, damit die Tiere gründeln
können.
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Welse liegt artabhängig zwischen 6 und
30 Jahren, wobei einige Arten durchaus Längen bis zu einem Meter erreichen
können. Bei den Panzerwelsen erreichen kleinere Arten Größen um 6cm. Zu
beachten ist, das die allgemein gängigen Mittel zur Behandlung von Parasiten auf
Welse toxisch wirken und deshalb nicht einsetzbar sind.
106) Wenn Welse unter Aquarienbedingungen öfter an die Oberfläche schwimmen,
sollte
a) unbedingt gefüttert werden
b) unbedingt die Wasserqualität geprüft werden
c) der Pflanzenbestand ausgelichtet werden
107) Die Annahme, dass Welse Resteverwerter sind ist
a) falsch
b) richtig
c) ungeklärt
108) Der Bodengrund des Aquariums sollte bei Welshaltung
a) besonders grobkörnig sein
b) dem Gründeln der Tiere angepasst sein
c) sandig bis feinkörnig sein
|