Heimtierdiplom

36. Woche - Ziegensittich




Zoologisch gehört der Ziegensittich zu den Papageien. Seinen Namen hat sich
dieser Sittich durch seine meckernden Laute, die dem einer Ziege ähneln
eingehandelt. Im Gegensatz zum durchaus aufdringlichen Schreien der
Zwergpapageien handelt es sich hier jedoch um ein eher angenehmes leises
"meckern".
Ziegensittiche stammen aus Neuseeland und den vorgelagerten Inseln. In ihrer
natürlichen Umgebung sind die Tiere vom Aussterben bedroht und stehen deshalb
unter Artenschutz. Ex- und Import von Wildfängen scheiden damit aus. Gehandelte
Tiere stammen ausschließlich aus Nachzuchten.
Ziegensittiche leben in kleineren Gruppen und paarweise. Sowohl aus diesem
Grunde als auch wegen des enormen Bewegungsdrangs verbietet sich für diese
Vögel eine Käfighaltung. In freier Natur leben sie in Baumkronen. Am Boden
verhalten sie sich wie Hühner und scharren nach Nahrung. Flache, große
Futterschalen sind deshalb angebracht. Sofern diese Art gepflegt werden soll, sind
Außenvolieren am zweckmäßigsten. Ein frostfrei zu haltender Anbau ist für die
Wintermonate erforderlich, wobei die Temperaturen in diesem nicht unter 10°C
liegen sollten. Nur kurzzeitig vertragen die Ziegensittiche auch niedrigere
Temperaturen, z.B. für einen Rundflug in der Außenvoliere. In der frostfreien Zeit
sind flache große Badeschalen als Badegelegenheit sehr willkommen und sollten
deshalb in der Grundausstattung nicht fehlen. Alternativ zur Voliere kann natürlich
auch ein Zimmer der Wohnung, soweit es keine Probleme mit dem Vermieter gibt
und Kostenfragen keine Rolle spielen, als Heim für diese Mitbewohner ausgestattet
werden.
Egal ob Außen- oder Innenvoliere, es sind viele Kletter- und Knabbermöglichkeiten
mit ungespritzten Ästen und Zweigen zu schaffen, ohne dass der Flugraum
wesentlich eingeengt wird. Ziegensittiche lieben die Sonne, was jedoch nicht
besagt, dass der gesamte Raum sonnendurchflutet sein darf. Es muß auch
ausreichend schattige Plätze geben, so dass die Vögel in freier Entscheidung
wählen können und keine Platzstreitigkeiten ausbrechen.

Ernährung:
Das Hauptfutter der Ziegensittiche entspricht dem der Großsittiche, welches nur in
geringen Mengen stark ölhaltige Beimischungen wie Sonnenblumenkerne oder
Nüsse enthält. Darauf ist wert zu legen, um Verfettungen vorzubeugen, die durch
eingeschränkte Bewegungsfreiheit entstehen könnten. Hirse, die den
Hauptbestandteil der Futtermittel ausmacht, kann auch in Form von Kolbenhirse
zum Knabbern angeboten werden. Frisches Obst und Gemüse gehören ebenso
zum täglichen Angebot. Je nach Jahreszeit bieten sich auch frische oder
getrocknete Beeren, blühende Zweige von Obstbäumen oder Weiden (alle mit
Sicherheit nur ungespritzt) an. In den Wintermonaten kann man sich mit
angekeimten Saaten und Gräsern helfen. Vitamintropfen ins Trinkwasser gegeben
und dem Futter beigegebene Mineralstoff-mischungen tragen auch zur
Überbrückung der kalten Jahreszeit bei.
Entfernen Sie bitte verwelktes Futter, um Schimmel- und Fäulnisherden
vorzubeugen. Außerdem hat solches Futter als Vitaminspender keinen echten Wert
mehr.

103) Die Heimat der Ziegensittiche befindet sich
a) in Südamerika
b) in Afrika
c) auf Neuseeland

104) Wie sind Ziegensittiche zu ihrem Namen gekommen?
a) weil sie von den Ziegen abstammen
b) weil sie ein ziegenartiges Aussehen haben
c) weil die abgegebenen Laute sich wie Ziegengemecker anhören

105) Wie sollten Ziegensittiche nicht gehalten werden?
a) in Käfigen
b) in Innenvolieren
c) in Außenvolieren



Stand 01.09.2005