Ursprungsgebiet:
trockene Steppen und Halbwüsten der Mongolei und Nord-Chinas.
Fellfarben: wildfarben, silberagouti, argent (gelbwildfarben), taubengrau, lila,
schwarz, siam
weitere Arten: Bleiche Rennmaus, Ägyptische Rennmaus, Negev-Rennmaus und
die Dickschwanzrennmaus mit Vorkommen in den Wüstengebieten Nordafrikas
und des Mittleren Ostens
Besonderheiten: Sie sind von Natur aus sehr neugierige und gesellige Tiere und
werden bei entsprechender Pflege sehr zahm. Es sind jedoch keine Kuscheltiere
wie Meerschweinchen oder Kaninchen. Die ersten Tiere wurden Mitte des
19.Jahrhunderts nach Paris importiert. In den letzten 20 Jahren entwickelten sie
sich zu einem sehr beliebten Haustier. Mongolische Rennmäuse sind tagaktive
Tiere und sehr agil. Alle 2 Stunden brauchen sie ein kleines Nickerchen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 3 und 5 Jahren.
Haltung:
In freier Wildbahn leben Rennmäuse in großen Familienverbänden. Deshalb ist es
ratsam, mindestens 2, besser noch mehr Tiere zu halten. Einzeltiere können
Verhaltens-störungen bekommen. Zusammengesetzt werden sollten nur junge
Tiere. Erwachsene Rennmäuse, die sich nicht kennen, gehen aggressiv aufein-
ander los. Jungtiere, die in einer Gruppe geboren werden, werden von allen
Gruppenmitgliedern akzeptiert. Auch sollte man vermeiden, ein Tier über längere
Zeit von der Gruppe zu trennen, da es passieren kann, dass es nicht mehr erkannt
wird.
Hochnehmen sollte man die Tiere am besten so, dass eine Hand den Körper
umfasst und die andere von unten unterstützt. Fassen Sie die Mäuse nie am
Schwanzende oder -mitte an. Dieser kann als Schutzreaktion leicht abgeworfen
werden und wächst nicht mehr nach.
Mäuse bewegen sich gerne und viel, deshalb bieten Sie Ihrer Maus Möglichkeiten,
diesen Drang auszuleben, z.B. mit einem Laufrad, Kletterstangen,
Verbindungstege....
Rennmäuse fühlen sich in einer großen Glasbehausung am wohlsten. Minimum bei
zwei Mäusen sind 40x40x30 cm. Da die Mäuse gerne graben, sollten Sie als
Einstreu eine Mischung aus Sand, Sägespänen und Heu verwenden. Eine
Käfigabdeckung ist erforderlich, da die Mäuse sehr gut bis zu 30 cm hoch springen
können. An eine geeignete Belüftung ist zu denken. In den Käfig gehören ein
Schlafhaus, Versteckmöglichkeiten, Nagematerial (Naturäste), Futternäpfe und
Trinkautomaten. Wurzeln, Steine und leere Blumentöpfe eignen sich gut als
Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Rennmäuse nehmen gerne ein Sandbad. Eine
Schale mit feinem Sand (Chinchillasand) wird in der Regel gut angenommen.
Rennmäuse verströmen keinen unangenehmen Geruch. Zum Kot und Urinabsatz
bevorzugen sie meist 2 Ecken. Diese sollten täglich gesäubert werden. Den
restlichen Käfig kann man alle 1-2 Wochen reinigen.
Standort: in Augen- oder Tischhöhe; nicht auf dem Fußboden und nicht an der
Heizung. Mäuse lieben normale Zimmertemperatur.
Ernährung:
Rennmäuse sind an einen kargen, eiweißarmen Speiseplan gewöhnt. In der Natur
ernähren sie sich von Getreidekörnern, Grassamen, Hirse und Reis, so daß diese
Körner das Hauptfutter ausmachen sollen. Geringe Mengen Hanf und
Sonnenblumenkerne dürfen dabei sein.
Mäuse müssen nagen, dazu bekommen sie hartes Brot, Brötchen, Knäckebrot,
Weißbrot...
Auch Grünes nehmen Mäuse gerne an: zarte Grashalme, Salat, Rosenkohl,
Löwenzahn, Möhren...; Heu sollte nie fehlen. Es enthält wichtige Ballaststoffe
und wird gerne zum Knabbern und Nestbau genommen. Frisches Wasser braucht
die Maus jeden Tag.
Deckung des Bedarfs an tierischer Nahrung: Mehlwürmer, milder Käse, gekochtes
Hühnerfleisch, gekochtes Eigelb, Speck - alles in Maßen und ungewürzt.
100) Rennmäuse leben
a) in Sümpfen
b) in ausgedehnten Waldgebieten
c) in Steppen und Wüsten
101) Rennmäuse leben
a) als feste Paare
b) in Familienverbänden
c) als Einzelgänger
102) Rennmäuse nehmen gerne
a) ein Sandbad
b) ein Wasserbad
c) ein Sonnenbad
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