Heimtierdiplom

33. Woche - Streifenhörnchen




Streifenhörnchen fanden vor rund 25 Jahren den Weg in die heimischen Stuben. Die
vom Fachhandel angebotenen Tiere stammen in der Regel aus Nachzuchten der
asiatischen Art. Ihre nordamerikanischen Verwandten (Chipmunks genannt) sind
als Heimtiere weitestgehend unbekannt. Das Ursprungsgebiet wird deshalb
teilweise unzutreffend nur mit Asien angegeben. Verwandtschaftliche Beziehungen
bestehen zum gut bekannten Eichhörnchen. Das Streifenhörnchen hat etwa den
gleichen Körperbau wie das Eichhörnchen und einen ebenso buschigen Schwanz.
Auch in der Kletterkunst stehen beide einander nicht nach. Deutliche Unterschiede
Unterschiede bestehen in der Fellfarbe und Zeichnung. Eichhörnchen sind uns in
den Farben braun bis schwarz bekannt. Streifenhörnchen haben ein eher
mittelgraues bis grau-ockerfarbenes Fell mit rechts und links der Wirbelsäule
verlaufenden, deutlich helleren, etwa sandfarbenen Farbbändern im Fell.

Haltung:
Streifenhörnchen sind sehr agile Tiere mit enormem Bewegungs- und Kletterdrang.
Das stellt höhere Anforderungen, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten.
Der Käfig kann hier eigentlich nie groß genug sein, zumal noch Kletteräste, ein
Schlafhaus oder eine Schlafhöhle sowie Futter- und Wassernapf untergebracht
werden müssen ohne dass dadurch die Bewegungsfreiheit wesentlich
eingeschränkt wird. Streifenhörnchen sind Nager und müssen diesen Trieb auch
ausleben können, um ernsthafte Schäden zu vermeiden. Es sei hier nur an die
Notwendigkeit einer natürlichen Abarbeitung der lebenslang nachwachsenden
Zähne erinnert, die aller 4 Wochen kontrolliert werden sollten.
Streifenhörnchen verursachen solange sie wach sind eine ständige
Geräuschkulisse, was bei der Aufstellung des Käfigs beachtet werden sollte.
Laufräder sind für Streifenhörnchen ungeeignet.
Ein Freigang in der Wohnung sollte nur unter Aufsicht erfolgen. Elektrische
Leitungen sind vor einem Annagen zu schützen, ggf. vorher zu entfernen.
Angeschafft werden nur Jungtiere, da sie leichter und schneller zahm werden.
Streifenhörnchen bilden in freier Natur lose Kolonien, in denen jedoch jedes Tier
sein eigenes Revier hat und verteidigt. Das ist unter Käfigbedingungen nicht
realisierbar. Aus diesem Grunde wird zu einer Einzelhaltung geraten.

Ernährung:
An pflanzlicher Kost können Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Getreide und Hirse
vermischt werden. Zugefüttert werden können alle Nussarten. Keinesfalls dürfen
Mandeln wegen ihres Gehaltes an Blausäure verfüttert werden - absolut tödlich!
Als Grünfutter bieten sich Obst und Gemüse an.
Streifenhörnchen ernähren sich nicht ausschließlich vegetarisch. An tierischer Kost
kommen Mehlwürmer, Heimchen und Heuschrecken in Betracht. Auch fettloses
Fleisch vom Rind kann ersatzweise verfüttert werden. Verfüttern Sie hier nur geringe
Mengen, die auch tatsächlich gefressen werden. Bedenken Sie, dass sowohl
Grünfutter als auch tierische Nahrung sehr schnell zu Keimherden werden können.

88) Streifenhörnchen gehören zu den
a) Nagern
b) Reptilien
c) Vögeln

89) Was gehört nicht in den Käfig eines Streifenhörnchens?
a) Laufrad
b) Kletteräste
c) Futternapf

90) Was darf keinesfalls an Streifenhörnchen verfüttert werden?
a) Sonnenblumenkerne
b) Mehlwürmer
c) Mandeln



Stand 01.09.2005