Schlangen gehören wohl mit zu den Kuriositäten der Tierwelt. Die Fortbewegung
ohne Beine, nur über bewegliche Hautschuppen an der Bauchseite ihres Körpers
fasziniert und erschreckt gleichermaßen die Menschen seit jeher.
Entstehungsgeschichtlich sollen sich die Schlangen vor etwa 130 bis 200 Millionen
Jahren (verschiedene Literaturquellen geben unterschiedliche Zeitspannen
zwischen dem hier angegebenen Zeitraum an) aus waranartigen Echsen entwickelt
haben. Mehreren Familien ist eine Anpassung an die Umweltbedingungen nur
zeitlich begrenzt gelungen, so dass sie wieder ausstarben. Heute bewohnen 10
Familien mit cirka 2500 Arten die Erde, wobei die kleinsten etwa 15cm und die
größten Arten um die 10m Länge erreichen. Allein die Familie der Nattern hat 14
Unterfamilien mit rund 1600 Arten. Viele von diesen sind ungiftig und als
Terrarientiere gut geeignet.
Schlangen haben sich nahezu an alle Lebensräume der Welt angepasst, nur in
frostigen Regionen sucht man sie vergeblich, da es Wechselwarme Tiere sind, das
heißt ihre Körpertemperatur ist identisch mit der der Umgebung. Schlangen leben
in Wüstensand, auf Bäumen, auf Wiesen, auf Fels oder Vorgärten; es gibt ebenso
Arten, die im Wasser leben, sogar im Meer.
Sie sind ausnahmslos Fleischfresser, je nach Lebensraum und Größe des Tieres
ernähren sie sich von kleinen Säugetieren (Mäuse, Kaninchen), Vögel, Eier,
Echsen, anderen Schlangen (einige Arten machen auch vor kleineren Artgenossen
nicht halt) oder Fisch. Die Beutetiere werden entweder erwürgt oder vergiftet.
Schlangen sind hervorragende Mäusefänger.
Seit jeher werden Schlangen als Haustiere gehalten, die alten Medizinmänner
nutzen die heilende Wirkung des Giftes, die heute noch ein wichtiger Bestandteil
der Medizin ist, auch dienten sie als Symbol der Macht und Weisheit bei den alten
Ägyptern. Sich um den Äskulapstab windend finden wir sie im Zeichen der
Mediziner wieder.
Die ungewöhnlich weiche und kalte Haut der Schlangen ist auch ihr Verhängnis,
als Schuh oder Handtasche zieht sie in manchen Haushalt ein.
Aber auch lebend als Haustier erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit, in
Terrarien verschönern sie das Wohnbild, obwohl sie in Haltung und Fütterung
sehr anspruchsvoll sind.
Man sollte sich vor dem Kauf genau überlegen was es für eine Schlange sein soll:
die Endgröße des Tieres, demzufolge die Größe des Terrariums, die Einrichtung
entsprechend dem Lebensraum (siehe Artikel Terraristik I und II), die Fütterung ist
besonders anspruchsvoll, da die Schlangen lebendes Futter bevorzugen ( Mäuse,
Ratten, Eintagsküken…),außerdem sollte man darauf achten, dass die meisten
Schlangenarten geschützt sind, somit die Haltung solcher Tiere den CITES-
Bestimmungen unterliegen ( Nachweis zur Herkunft, Verbleib und artgerechten
Haltung).Wildfänge sind verboten und stehen unter strenger Strafe. Zusätzlich
sollte man überlegen, ob man eine artgerechte Haltung sichern kann, was
profunde Kenntnisse voraussetzt, insbesondere dann, wenn Giftschlangen gehalten
werden sollen, wovon wir jedoch grundsätzlich abraten.
85) Schlangen leben
a) zu Land
b) im Wasser
c) in der Luft
86) Schlangen ernähren sich
a) pflanzlich
b) tierisch
c) gemischt
87) Welche Bestimmungen sind bei der Haltung vieler Schlangenarten zu
beachten?
a) ITES
b) VITES
c) CITES
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