Heimtierdiplom

28. Woche - Papagei




Papageien stellen in der zoologischen Systematik eine eigene Ordnung mit rund
340 Arten dar. Charakteristische Kennzeichen sind der Krummschnabel und
jeweils zwei nach vorn und zwei nach hinten gerichtete Zehen an den Füßen. Die
Größenspannweite reicht von ca. 10cm des Wellensittichs bis zu 1m beim Ara.
Außer im benachteiligten Europa kommen die Papageien auf allen Kontinenten vor.
Die überwiegende Mehrheit der Arten bevorzugt die tropischen und subtropischen
Zonen. Einige Arten leben jedoch auch in den gemäßigten Klimabereichen.
Bereits in der Antike wurden Papageien als geschätzte Heimtiere gehalten.
Bekannt ist auch, dass Papageien in Herrscherhäusern als fürstliches Geschenk
betrachtet und überreicht wurden. Die Gelehrigkeit und der Nachahmungstrieb der
Vögel spielte dabei sicher eine entscheidende Rolle mit.
Zwischen Größe und Lebenserwartung der Tiere besteht ein Zusammenhang.
Rechnet man beim Wellensittich mit einem Durchschnittsalter von 10 Jahren,
erreichen Graupapageien und Kakadus durchaus 90 Jahre und mehr. Auch das
sollte bei einer Anschaffung bedacht werden. Viele Arten sind Schwarmvögel, die
sich mit Artgenossen an wohlsten fühlen. Dem sollte bei der Käfighaltung
Rechnung getragen werden, d.h. Einzeltiere leiden schnell an Vereinsamung, wenn
der Halter nicht hinreichend Zeit für sein Heimtier aufbringen kann. Noch
problematischer kann dieses bei paarbildenden Arten wie den Unzertrennlichen
werden.
Bekannteste Arten in der Heimtierhaltung sind Wellensittiche, Nymphensittiche,
Halsbandsittiche und Unzertrennliche. Bei Graupapageien regelt schon der Preis
die Nachfrage. Sollen Kinder die Pflege übernehmen, eignet sich eigentlich nur der
Wellensittich. Die anderen Arten können mit ihren spitzen Schnäbeln recht
schmerzhafte Verletzungen verursachen, besonders dann, wenn sie im Spiel und
ohne jede Böswilligkeit das Nagelbett eines Fingernagels treffen.
Bei einzelnen Arten werden Nachzuchttiere größer als ihre frei lebenden
Verwandten. Typisches Beispiel sind die Schauwellensittiche - ein rein
züchterisches Ergebnis.
Allen Arten ist gemeinsam, dass sie sich um ihre Gefiederpflege selbst kümmern.
Bei Paarhaltung erfolgt dieses sehr intensiv in Gegenseitigkeit.

Haltung:
Im Verlaufe der Artikelserie wurden bereits einzelne Arten behandelt oder sie
kommen noch. Es wird deshalb hier nur auf diese verwiesen, da sie dem Grunde
nach für alle zutreffen und nur die Größe des Käfigs und das Futter je nach Art
variiert.

Nahrung:
Der Fachhandel bietet artspezifische Futtermischungen an, die als Hauptfutter
bestens geeignet sind. Durch den Verzichtet auf Beimischungen von Nüssen und
ölhaltigen Sämereien wird einer Verfettung vorgebeugt. Das Angebot an Beifutter
und Grünkost gilt für alle Arten gleich.

79) Wellensittiche gehören zu
a) den Raben
b) den Papageien
c) den Kanarien

80) Papageien sind eine eigene Ordnung mit
a) ca. 50 Arten
b) ca. 340 Arten
c) ca. 430 Arten

81) Charakteristische Kennzeichen für Papageien sind
a) der Krummschnabel
b) jeweils zwei nach vorn und zwei nach hinten gerichtete Zehen an den Füßen
c) jeweils drei nach vorn und drei nach hinten gerichtete Zehen an den Füßen



Stand 21.07.2005