Molche gehören wie Salamander zu den Schwanzlurchen und zählen somit zu den
Amphibien. Amphibien zeichnet aus, dass sie sowohl an Land als auch im Wasser
leben können. Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel der Axolotl verbringt sein ganzes
Leben nur im Wasser, während einige Salamanderarten nur an Land bleiben.
Molche und Salamander leben sehr versteckt, so dass sie in der Natur schwierig
zu beobachten sind. Wer also Molche mag, der hat die Möglichkeit eines
Zoobesuches oder einige Arten zu Hause zu halten und Einblick in ihr Leben zu
bekommen.
Molche kann man in Zoofachgeschäften oder auf Reptilienbörsen erwerben. Beim
Kauf achten Sie bitte darauf, dass die Tiere einen guten Eindruck machen, gut
genährt scheinen, keine offenen oder gar eitrigen Wunden zeigen, die Augen sollen
klar sein und die Gliedmaßen unbeschädigt. Der Transport nach Hause erfolgt in
kleinen Plastikbehältern mit Luftlöchern auf einem feuchten Tuch bzw. im Wasser
bei voll aquatilen Arten. Sie sehen, Sie müssen sich vorher genau über Ihren neuen
Pflegling informieren! Kaufen Sie neue Tiere zu Ihrem Bestand dazu sollten Sie
unbedingt einige Wochen Quarantäne einhalten, um eingeschleppte Krankheiten
möglichst zu erkennen.
Molche könnte man als Allesfresser bezeichnen. Alles was umher kreucht und
fleucht wird vertilgt: Spinnen, Fliegen, Falter, Käfer, andere Insekten, Futtertiere
aus dem Wasser: Tubifex, Rote und andere Mückenlarven, Kleinkrebse
(Wasserflöhe, Cyclops), Wasserasseln, kleine Fische (Guppys), gefrorener
Fisch oder Muscheln. Sie können auch Regenwürmer, Schnecken oder Rindfleisch
anbieten. Als "Fertignahrung" gibt es Forellenpellets, Teichsticks,
Fertignahrung für Reptilien (getrocknete Insekten).
Im Handel sind verschiedene Arten von Molchen zu finden. Einige Beispiele sind:
Spanischer Rippenmolch, Rotbauchmolch, Grünwassermolch.
Es waren die spanischen Eroberer Mexikos, die erstmals Axolotl zu Gesicht
bekamen. Heute gehören diese Amphibien zu den bedrohten Tierarten und stehen
unter Artenschutz weil der Mensch durch Umgestaltung der Natur die
Lebensräume dieser einmaligen Tiere zerstörte. In den Fachhandlungen erhältliche
Tiere stammen ausschließlich aus Nachzuchten. Ausgewachsene Tiere erreichen
bis 25cm Länge. Die Wildform hat einen braunen Körper mit dunkleren
bis schwarzen Flecken. Die Bauchseite ist heller. Zuchtformen wie Albinos
und Gold sind auch im Angebot zu finden. In der Regel leben Axolotl im Wasser,
können jedoch bei allmähliger Veränderung von der Kiemen- zur Lungenatmung
übergehen. Ist dieser Prozeß jedoch abgeschlossen, ist er irreversibel.
Axolotl sind in der Lage verlorene Gliedmaßen zu regenerieren.
In der Heimtierhaltung ist ein Aquarium von mindestens 100x40x30cm (B/T/H) zu
fordern. Der Bodengrund sollte eine unterschiedliche Körnung aufweisen und der
Wasserstand 20 bis 30cm betragen. Raum- und Wassertemperaturen zwischen 17
und 20°C sind ausreichend. Auf eine Heizung kann also verzichtet werden. Sowohl
eine Durchlüftung als auch Filterung des Wassers ist erforderlich.
Die Futtermengen sollten so bemessen sein, dass keine Futterreste
anfallen und so Fäulnisherde entstehen.
70) Der Lebensraum der Amphibien befindet sich
a) im Wasser
b) an Land
c) in der Luft
71) Was entsteht, wenn sich Futterreste ansammeln?
a) eine Futterbar
b) ein Futterdepot
c) ein Fäulnisherd
72) Axolotl können
a) über die Kiemen atmen
b) über die Lunge atmen
c) über einen Luftsack atmen
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