Goldfische gehören zur Familie der karpfenartigen Fische. Sie haben kein direktes
Ursprungs-gebiet, sondern sind ein Zuchtergebnis aus der Silberkarausche, was
rund 1000 Jahre zurück liegt und in China begann. Die goldrote Färbung der Fische
war nach chinesischer Auffassung Symbol für Macht und Kriegsglück und deshalb
der Besitz der Tiere zeitweise nur den chinesischen Kaisern vorbehalten.
Goldfische werden in zwei Vererbungslinien eingeteilt. In der ersten Linie sind alle
Zuchtarten zusammen gefasst, die nicht das Gen für die Farbe "blau" besitzen. Die
Jungtiere dieser Linie weisen eine Graufärbung auf. Abhängig von der
Wassertemperatur erfolgt die Umfärbung in rot oder auch weiß. In unseren
Breitengraden erfolgt dieses in der Regel im zweiten Lebensjahr, wobei durchaus
einzelne Fische Schnellstarter sein können und andere sich noch ein drittes Jahr
Zeit nehmen.
Die zweite Vererbungslinie gibt auch heute noch Rätsel auf, denn ungeklärt ist, wie
es den Chinesen möglich war, das "blau" Gen einzukreuzen. Diese Tiere
präsentieren sich von Geburt an farbig.
Haltung:
Goldfische können sowohl in Aquarien als auch im Gartenteich gehalten werden.
Bei Aquarienhaltung kommen nur Jungtiere in Betracht, die sich in ihrem Wuchs
der Größe des Beckens anpassen. Die Haltung im Aquarium ist jedoch nicht der
Regelfall und sollte es wohl auch für diese Fische nicht sein.
Goldfische im Freilandteich:
Die Teichanlage sollte so beschaffen sein, dass wenigstens fünf bis sechs Stunden
am Tag eine direkte Sonneneinstrahlung gewährleistet ist (Sonne vorausgesetzt).
Goldfische sind vergesellschaftungsfähig. Möglich sind Orfen, Graskarpfen, Kois
aber auch wesentlich kleinere Arten wie Elritzen und Moderlieschen als Schwarm.
Eine entsprechende Tiefe der Teichanlage vorausgesetzt, können Goldfische im
Teich überwintern. Alternativ können Sie die Tiere den Winter über auch in einem
entsprechend großen Aquarium ggf. auch mehreren im Keller halten. Die
Raumtemperatur sollte jedoch nach Möglichkeit 6°C nicht übersteigen.
Ernährung:
Im Fachhandel steht ein breites Sortiment an Futtermitteln für Teichfische bereit.
Der Vorteil dieses Angebotes ist, dass die Gefahr des Einschleppens von
Krankheiten nicht besteht. Flockenfutter sollte nur in dem Maße verfüttert werden,
wie die Fische innerhalb von fünf Minuten fressen können. Überschüssiges Futter
sinkt zu Boden und beeinträchtigt die Wasserqualität. Diesen Nachteil haben
Sticks und Pellets nicht. Qualitativ sind sie gleichwertig. In den Sommermonaten
bieten sich außerdem Wasserflöhe, Hüpferlinge und Mückenlarven aus der
Regentonne an. Das Fangen von Lebendfutter aus unbekannten Gewässern oder
Gewässern mit Fischbesatz sollte aus verschiedenen Gründen unterbleiben.
Einerseits laufen Sie Gefahr, Fischkrankheiten in den Teich zu übertragen,
andererseits ist die rechtliche Seite zu beachten, da andere Personen
Rechtsansprüche am Gewässer haben können oder Verordnungen den Fang
untersagen. Unkenntnis schützt vor Strafe nicht!
Unter 10°C stellen die Fische die Futteraufnahme ein. Damit ist die Frage der
Fütterung in den Wintermonaten geklärt.
61) Die Zucht des Goldfisches erfolgt seit
a) ca. 100 Jahren
b) ca. 500 Jahren
c) ca. 1000 Jahren
62) Goldfische gibt es in
a) 2 Vererbungslinien
b) 5 Vererbungslinien
c) 10 Vererbungslinien
63) Goldfische sind
a) Warmwasserfische
b) Kaltwasserfische
c) Regenwasserfische
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