Heimtierdiplom

17. Woche - Famile der Buntbarsche




Allgemein:
Barsche sind in vielen Teilen der Welt beheimatet, erreichen teilweise eine kapitale
Größe, sind echte Schwergewichte und haben in den Vorkommensgebieten oft
einen festen Platz auf dem Speiseplan bei den Einwohnern. Andere Arten erreichen
nur Größen von wenigen Zentimetern wie die Zwergbuntbarsche. Dementsprechend
liegen für die einzelnen Arten völlig unterschiedliche Lebensräume vor, die
unmöglich in einem Beitrag darstellbar sind. Wir beschränken uns deshalb nur auf
einen Überblick über aquaristisch relevante Gruppen, die der Fachhandel in einem
mehr oder weniger breiten Spektrum anbietet, ohne auf einzelne Arten einzugehen.

Die Afrikaner:
Hier unterscheiden wir nach dem Ursprungsgebiet in Tanganjika- und
Malawicichliden, je nachdem, aus welchem der beiden Seen die Tiere stammen.
Der guten Ordnung halber sei angemerkt, dass auch der Victoriasee Vertreter
beisteuert. Im Verhalten unterscheiden sich die Tiere kaum, egal aus welchem der
Seen sie stammen. Sie sind relativ robust, rauflustig und fresswütig, also für ein
Gesellschaftsbecken denkbar ungeeignet. Da die Fische losen Bodengrund (Sand,
feiner Kies) ständig umschichten (wühlen), haben Wasserpflanzen nur geringe
Wachstumsaussichten. Hier sollte eine steinige Unterwasserlandschaft mit Höhlen
und Grotten nachgebildet werden, wobei so gebaut werden muß, dass die Steine
nicht unterhöhlt werden können, um Einstürze zu vermeiden. Große Aquarien ab
100x40x40cm sind zu bevorzugen. Der Fischbesatz richtet sich nach der
Endgröße der Tiere, der Größe des Aquariums und der Anzahl geschaffener
Reviere. Als Artaquarium geschaffen, können diese ein absoluter Blickfang
in der Wohnung sein.

Die Südamerikaner:
Die südamerikanischen Buntbarsche sind in der Regel gegenüber der Bepflanzung
toleranter, da sie weniger wühlen. Auch sie sind revierbildend und verhalten sich,
besonders in der Laichzeit, gegenüber Artgenossen aggressiv. Andere Fischarten
werden eher toleriert, können von größeren Arten jedoch gelegentlich als Futter
angesehen werden, besonders dann, wenn die Barsche schon ausgewachsen sind
und kleinere Jungfische nachträglich eingesetzt werden.

Südamerikanische Zwergbuntbarsche:
Der Lebensraum der Zwergbuntbarsche liegt in den Uferregionen der Gewässer. Die
finale Größe liegt zwischen 3 und 10cm, wobei die weiblichen Tiere deutlich kleiner
bleiben und die männlichen eine kräftigere Zeichnung und Farbintensität aufweisen.
Auch Zwergbuntbarsche bilden Reviere. Dem muß bei der Einrichtung des
Aquariums Rechnung getragen werden. Auch Versteckmöglichkeiten sind zu
schaffen. An Bepflanzung und Beleuchtung stellen die Fische nur geringe, deutlich
unterhalb des Betrachters liegende Ansprüche. In der Regel können
Zwergbuntbarsche problemlos vergesellschaftet werden. Ja, es wird sogar ein
positiver Effekt erzielt, da die Tiere dann weniger scheu sind.

46) Die Mehrheit der aquaristisch interessanten Buntbarsche stammen aus
a) Australien
b) Afrika
c) Südamerika

47) Barsche
a) bilden Kolonien mit bis zu 100 Tieren
b) sind Einzelgänger
c)bilden Paare und besetzen ein Revier, dass vom Männchen verteidigt wird

48) Die Aquariengröße richtet sich nach
a) der Anzahl der Fische
b) der Größe der Fische beim Kauf
c) der Größe der Fische im ausgewachsenen Zustand



Stand 28.04.2005