Ursprungsgebiet: Die Heimat der Degus liegt in den Strauchlandschaften der
chilenischen Anden bis auf eine Höhe von etwa 1200m. Bis zu 100 Tiere leben in
den Familienverbänden.
Optisch ähneln die Tiere Ratten, sind aber verwandtschaftlich dem Meerschwein
und Chinchilla nahe. Im Heimatgebiet gelten die Tiere als Schädlinge, da sie in
ganzen Kolonnen über landwirtschaftliche Kulturen (Getreide und Gemüse)
herfallen.
Degus wurden lange Zeit in den USA für medizinische Versuche eingesetzt.
Überschüssige und nicht mehr verwendungsfähige Tiere gelangten in europäische
Zoos und von da zu Züchtern und in den Handel. Wildlebende Degus werden
größer als die aus Nachzuchten.
Art: Degus sind dämmerungsaktive Tiere, ausgesprochene Kletterkünstler, sehr
gesellig, neugierig und lieben die Abwechslung. Sie benötigen soziale Kontakte
auch gegen die Langeweile und zur gegenseitigen Körperpflege. Die Haltung von
mindestens 2 Tieren ist zu fordern. Eine Einzelhaltung ist wegen zu erwartender
Verhaltensstörungen abzulehnen.
Degus sind mit 2 bis 3 Monaten geschlechtsreif, aber erst mit ca. 5 Monaten
zuchtreif, das heißt, erst ab diesem Alter sind sie in der Lage die Jungen
auszutragen. Nach ca. 77 bis 90 Tagen erblickt der Nachwuchs das Licht der Welt.
Mindestens 4 Wochen werden sie gesäugt, mit 6 bis 8 Wochen sind die Kleinen
selbständig. Degus können 5 bis 9 Jahre alt werden.
Haltung: Grundsätzlich ist sowohl eine Aquarien-, Terrarien- oder Käfighaltung
möglich. Entscheidend ist, dass die Mindestrichtwerte von 80 x 40 x 100cm für ein
Pärchen nicht unterschritten werden. Eine Aquarienhaltung birgt jedoch durch den
Urinabsatz Gefahren der Schimmelbildung sowie des Anstiegs von Ammoniak und
CO2, was zur Reizung der Schleimhäute und Atemwege führt mit
Folgeerkrankungen.
Als Einrichtung benötigen Sie: Schlafhaus, Spielzeug, Kletteräste ( Äste von Weide
oder unbehandelten Obstbäumen), Heu zum Fressen und Nestbau , Steine,
belaubte Zweige, Grasbüschel, Futternäpfe, Wasserflasche, Sandbad
(Chinchillasand aus dem Handel) und Möglichkeiten zum Bewegen (z. B. ein
Laufrad).
Freigang in der Wohnung ist ohne Beaufsichtigung nicht möglich und sollte besser
völlig unterbleiben, da der Nagetrieb vor nichts Halt macht, auch nicht vor
elektrischen Kabeln.
Nahrung: Auf die richtige Ernährung sollten Sie viel Wert legen. Degus sind anfällig
für Durchfall und Diabetes (was auch zur Erblindung führen kann). Obst und
Gemüse erhalten sie nur ganz wenig. Im Handel gibt es spezielles Degufutter. Dazu
gibt man Heu, Kräuter, Laub, Rinde, hartes Vollkornbrot, Johannisbrot, Knäckebrot,
rohe Nudeln, wenig Haferflocken. Kein Degufutter sind Rosinen, Erbsen (auch nicht
getrocknet) oder Erdnüsse.
43) Das Ursprungsgebiet der Degus liegt in
a) Mexiko
b) Brasilien
c) Chile
44) Degus sind
a) tagaktive
b) dämmerungsaktive
c)nachtaktive Tiere
45) Was ist kein Degufutter?
a) Obst
b) Erbsen und Rosinen
c) Heu
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