Heimtierdiplom

12. Woche - Chinchilla




Wegen ihrer kostbaren Pelze wurden Chinchillas viele Jahre in ihrer
südamerikanischen Hochgebirgsheimat gejagt, bis sie fast ausgerottet waren.
Dank systematischer Zucht sind die Tiere weniger als Pelztiere denn als
unkomplizierte, liebenswerte Heimtiere weit verbreitet.
Chinchillas zählen zu den Meerschweinchenartigen, scheinen aber ihre Ohren
Fledermäusen zu verdanken, ihre Form riesigen Mäusen und ihre Gangart den
Kängurus. Man muß diese Mischung einfach lieb haben.

Chinchillas sind ruhige, gesellige, schlaue Tiere, die 10 bis 15 (bis 20) Jahre alt
werden können. Als typische Dämmerungs- und Nachttiere sind sie ideale Partner
für den berufstätigen Heimtierfreund. Aber auch am Tag lassen sie sich
zeitweilig sehen.

Chinchillas sind sehr bewegungsfreudig. Am besten für die Unterbringung ist eine
Zimmervoliere. Mindestmaße für einen Käfig sind 1m Seitenlänge und etwa gleiche
Höhe.
An Einrichtungsgegenständen werden benötigt: Futternapf, Trinkflasche, Heuraufe,
Schlafhaus, Sandbad, Sitzbretter in verschiedenen Höhen, eventuell Äste zum
Springen. Das Sandbad ist sehr wichtig zur Fellpflege, wird aber auch gerne als
Klo benutzt, deswegen ist eine Reinigung öfter erforderlich. Verwenden Sie keine
Plastikteile, Ihre Tiere könnten sterben, wenn sie daran nagen.
Der Standort für den Käfig soll zugluftfrei sein und ohne grelle Sonneneinstrahlung.
Ein Platz in unmittelbarer Nähe der Heizung ist nicht geeignet. Die optimale
Umgebungstemperatur beträgt 16-22°C.
In ihrer Heimat finden Chinchillas nur karges, ballaststoffreiches Futter. Demzufolge
geben Sie hauptsächlich hochwertiges Heu. Mit Obst und Gemüse müssen Sie
sehr sparsam umgehen, auch das im Handel befindliche Pelletfutter darf nur das
speziell für Chinchillas gefertigte sein. Neben dürren Pflanzen gehören
Trockenfrüchte zur Nahrung, darauf ist der Verdauungsapparat eingestellt - zu
üppige Fütterung mit Leckerbissen führt zu Verdauungsstörungen. Kein
Chinchillafutter sind Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Salat oder Kohl. Als
Leckerbissen geht ab und zu eine ungeschwefelte Rosine.
Chinchillas sind mit 4 bis 6 Monaten fruchtbar, aber erst mit 8 bis 9 Monaten
zuchtreif. Ca. 1x pro Monat ist das weibliche Tier für einige Tage parat für den
Bock. Nach ungefähr 108 bis 111 Tagen werden die Jungen (1 bis 3) geboren. Sie
sind Nestflüchter, d.h. fertig mit Fell, offenen Augen und Ohren und schon sehr
mobil. Papa Chinchilla darf bei seinem Nachwuchs bleiben.
Lassen Sie Ihre Chinchillas einmal frei in der Wohnung laufen, müssen Sie diese
ständig unter Beobachtung halten, da sich die Tiere in enge Schlupfwinkel zwängen
und unter Umständen auch elektrische Leitungen oder Zimmerpflanzen anknabbern
können.

31) Woher stammen Chinchillas?
a) Gebirge Südamerika
b) Afrika
c) Australien

32) Was charakterisiert Chinchillas?
a) scheu, bissig
b) neugierig, gesellig
c) dämmerungs- und nachtaktiv

33) Was füttert man Chinchillas?
a) Katzendosenfutter
b) Hundetrockenfutter
c) Heu



Stand 29.03.2005