Die Heimat der Wellensittiche ist Zentral-Australien. Sie sind typische
Schwarmvögel und sollten deshalb nicht einzeln gehalten werden. Während
in der Natur fast ausschließlich grüne Vögel vorkommen, werden in Europa
seit langem auch viele Farbvarianten gezüchtet.
Der Wellensittich, ein Meister im Nachahmen, ist sehr kontaktfreudig, witzig und
gesprächig. Er hat ein riesiges Bedürfnis nach Gesellschaft. Ohne Partnervogel
braucht er daher viel Zuwendung, Ansprache und Beschäftigung. Eine Paarhaltung
ist allerdings zu bevorzugen, einen natürlichen Partner kann der Mensch nicht
vollkommen ersetzen.
Für die Abwechslung sollte der geräumige Käfig mit Kletter- und Spielmöglich-
keiten ausgestattet werden. Schaukel, Leitern, Seile, Zweige von ungespritzten
Obstbäumen oder Weiden fördern den Bewegungstrieb. Der Wellensittich muß
auch die Möglichkeit zum Freiflug im Zimmer bekommen, natürlich unter Aufsicht
und Absicherung gegen "unsichtbare" Fensterscheiben.
In das Vogelheim gehören Futter- und Trinknapf, Vogelsand (der Grit ist wichtig für
den Muskelmagen zur Verdauung) und verschieden dicke Sitzstangen, am besten
auch aus Naturholz. Viele Wellensittiche lieben ein Bad vor der Gefiederpflege,
deswegen empfehlen wir ein Badehäuschen. Ein Kalkstein oder eine Sepiaschale
dient zum Schnabelwetzen.
Der Standort für den Käfig soll hell, zugluftfrei und sonnig sein, aber nicht neben
der Heizung und ebenso wenig neben Fernseher oder Radio. Die optimale
Umgebungstemperatur liegt bei 18 bis 20°C. Warnen möchten wir vor der
Unterbringung in der Küche.
Beschäftigen Sie sich mit dem Vogel; treten Sie langsam an den Käfig, sprechen
Sie leise zu ihm, vermeiden Sie hastige Bewegungen. Versuchen Sie bitte mit
Geduld, den Vogel zuerst im Käfig auf den Finger zu nehmen. Bieten Sie ihm
Leckerbissen mit der Hand im Käfig, später auch außerhalb an.
Zwingen Sie den Vogel nicht, den Käfig zu verlassen, öffnen Sie nur die Käfigtür
und überlassen Sie es ihm, wann er die Geborgenheit seines Käfigs verlassen will.
Füttern Sie als Hauptfutter ein Premiumfutter, das aus besten Einzelsaaten
artgerecht gemischt ist. Mehrmals wöchentlich sollten Sie ihm eine Rispe der
Kolbenhirse gönnen. Ihr Vogel hat damit mehr Beschäftigung - auch in der Natur
muß er sein Futter suchen. Saaten sind arm an Vitamin A und D sowie Kalzium. In
das Trinkwasser geben Sie deshalb Vitamintropfen. Kalk und Mineralien findet er im
Vogelsand, eine Sepiaschale stellt eine gute Ergänzung dar. Auch Frischkost ist
eine willkommene Abwechslung und Vitaminergänzung. Es kann Löwenzahn,
Chicoreé oder Spinat aber auch Obst gefüttert werden. Wir empfehlen, öfter einen
frischen Zweig zum Beknabbern anzubieten.
Für ihre Gefiederpflege sorgen Wellensittiche selbst! Vor allem in Paarhaltung, da
sie sich gegenseitig putzen. Krallen kürzen wird notwendig, wenn die Sitzstangen
zu dünn sind. Verletzen Sie dabei das Blutgefäß im Horn nicht. Im Zweifel hilft
jeder Tierarzt.
Beobachten Sie Ihr Tier sorgfältig. Erste Anzeichen einer Krankheit sind
gesträubtes Gefieder, ruhiges Verhalten, Nahrungsverweigerung oder ein verklebtes
Gefieder.
Bei der Suche nach dem Besitzer eines zugeflogenen Wellensittich kann eventuell
die ZZF-Ringstelle helfen: Tel. 06103 - 910724.
16) Woher stammen die Wellensittiche?
a) Asien
b) Europa
c) Australien
17) Was charakterisiert einen Wellensittich?
a) neugierig, gesellig, gesprächig
b) scheu, bissig
c) stumm, traurig
18) Was gehört zum Futter der Wellensittiche?
a) Saaten
b) Obst
c) Fisch
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