Heimtierdiplom

5. Woche - Hamster




Mit seinen großen schwarzen Knopfaugen, Ohren wie Radartüten und dem langen
Bart ist der Hamster ein putziger Geselle, den man einfach lieb haben muß. 1930
fing der Zoologe Prof. Aharoni in der syrischen Wüste ein Muttertier mit seinen
Jungen und verschickte von der Universität Jerusalem aus Hamster an Labore,
Zoos und Universitäten in Großbritanien und den USA, von wo aus der Hamster
seinen Siegeszug in die Privathaushalte begann. Später fingen Liebhaber weitere
Exemplare in Syrien. Daraus entstanden durch die Zucht alle möglichen Farb- und
Fellschläge.

Hamster können durchaus "Knuddeltiere" werden, aber wer nicht beachtet, dass
sie dämmerungs- und nachtaktiv sind und sein Tier tagsüber aus dem Schlaf reißt,
der wird einen bissigen, grimmigen Gesellen haben, der wahrscheinlich nicht mal
seine 2 Jahre Lebenserwartung schafft. Möchten sie ständig um Mitternacht
geweckt werden? Hamster sind sonst sehr neugierige Tiere, die bei behutsamem
Umgang schnell zahm werden.

Wie bei allen Nagern ist auch vor dem Hamster nichts sicher. Gestalten sie das
Hamsterheim ausbruchsicher (duchnagesicher), indem die Seitenwände aus
Metallquerstreben bestehen (oder engmaschigem Drahtgeflecht). Auch das Laufrad
sollte nicht nur groß, sondern ebenfalls aus Metall sein. Schlaf- und Futter-
häuschen lassen sich besser reinigen, wenn sie aus Plaste bestehen, Futter- und
Wassernapf könnten z.B. aus Keramik sein. Da Hamster lauffreudig sind, muß der
Käfig zum einen schön groß sein und zum anderen Kletter- und Spielmöglichkeiten
bieten: Röhren, Weidenäste, Seile. Nie in ein Nagerheim gehören Tannenholz,
Zeitungspapier oder Watte! Und in seinem Käfig wohnt der Hamster bitte alleine,
denn er ist ein Einzelgänger. Zwei oder mehr Tiere werden sich gegenseitig
ernsthaft verletzen, es kommt zu heftigen Aggressionen. Einzige Ausnahme ist der
ca. alle 4 Tage kommende Zeitpunkt, da das Weiblein den Hamsterbock decken
lässt. Aber auch für ein Zuchtpaar benötigen sie zwei Käfige! Die Jungen werden
nach ca. 16 bis 18 Tagen nackt und blind geboren, machen aber innerhalb von 4
Wochen eine rasante Entwicklung durch und können dann bereits in ihr eigenes
Leben starten.

Kein Leben ohne Nahrung. Aber was findet ein Hamster in seiner natürlichen
Umgebung? Der syrische Goldhamster bewohnt die Steppen der Gebirge und
Ebenen Kleinasiens und die Donautiefebene. Er findet und bunkert Körner, kostet
vom Grünen und liebt auch die Würmer, die ihm bei der Nahrungssuche begegnen.
Hamster sind keine Pflanzenfresser! Obwohl sie ihm etwas Grünfutter (Obst,
Gemüse) anbieten können (Löwenzahn, Möhre, Apfel, Kiwi), besteht sein
Hauptfutter aus handelsüblichen Körnermischungen. Zur Deckung seines tierischen
Eiweißbedarfes gibt man kleine Stückchen Fleisch und ab und zu einen Mehlwurm.
Seinen Nagebedarf kann man mit Ästen stillen, die gleichzeitig auch einige
Vitamine unter der Rinde enthalten. Bitte kontrollieren sie oft genug das
Vorratshäuschen auf verderbliches oder verschimmeltes Futter.

So gut umsorgt wird ihnen ihr Hamster 2 bis 2,5 Jahre erhalten bleiben (sehr selten
auch einmal 3 Jahre) und viel Freude bereiten.

10) Wie leben Hamster?
a) einzeln
b) dämmerungs- und nachtaktiv
c) gesellig in großen Gruppen

11) Was fressen Hamster?
a) Küchenreste
b) Körner
c) Fleisch in kleinen Mengen

12) Wie alt können Hamster werden?
a) 8 bis 10 Jahre
b) 2,5 +/- 0,5 Jahr (e)
c) ein halbes Jahr



Stand 29.01.2005